Minensuchboot Paderborn Seehund Stadtwappen Paderborn Wappen 6.Minensuchgeschwader Minenabwehrverband Suedflanke

Minensuchboot Paderborn M 1076

Küstenminensuchboot Klasse 320

(nach Umbau:)

Hohlstablenkboot Klasse 351

Schiffbau:

Bei den Küstenminensuchbooten handelt es sich um die deutsche Version der zum Nato-Einheitstyp weiterentwickelten amerikanischen BLUEBIRD-Klasse. Entwurf und Konstruktion Burmester, Bremen Burg. Es handelt sich dabei um Holzbauten, bestehend aus 118 Quer-, zwei Längs- und 20 Konstruktionsspanten. Spantenabstand je 38cm. Die Aussenhaut wurde in drei Lagen mit Zwischenisolierung aufgebracht, die Innen- und Aussenschicht dabei parrallel zum Kiel in Mahagonie, die Zwischenschicht, diagonal aus Teak sowie unterhalb der Wasserlinie zum Schutz des Bootskörpers eine vierte Lage aus Eichenholz. Alle Holzteile wurden ausschliesslich verleimt. Bei den übrigen Einbauten wurden weitgehendst amagnetische Materialen verwendet.
Quelle:
Hendrik Killi, Minensucher der Deutschen Marine, Verlag E.S. Mittler u. Sohn GmbH, Hamburg-Berlin-Bonn, © 2002 by Koehlers Verlagsgesellschaft mbH, Hamburg.


Technische Daten und Abmessungen: bei Erstindienststellung (16.12.1958)

Typverdrängung388.0 t
Einsatzverdrängung425.5 t
Länge Konstruktionswasserlinie41.96 m
Länge über Alles45.57 m
Breite8.05 m
Breite maximal8.30 m
Tiefgang nach Konstruktion2.32 m
Größter Tiefgang2.70 m
Seitenhöhe4.25 m
Vermessung als Klasse 320398.75 BRT
101.15 NRT

nach Verlängerung des Bootes

Typverdrängung465 t
Einsatzverdrängung488.2 t
Länge Konstruktionswasserlinieca.44 m
Länge über Alles47.70 m
Grösste Breite über
Scheuerleisten und Fenderkissen
8.50 m
Restliche Daten wie oben

nach Umbau zum HL-Boot Klasse 351 (Umbauphase 01.09.1979 -17.09.1981)

Einsatzverdrängung465 t
Länge Konstruktionswasserlinie43.50 m
Länge über Alles47.20 m
Grösste Breite über Scheuerleisten8.64 m
Grösste Breite über Aussenhaut8.30 m
Grösste Breite in der KWL8.05 m
Seitenhöhe Unterkante Kiel4.55 m
Tiefgang Unterkante Kiel2.78 m
Höhe Unterkante Kiel - Top22.25 m

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Antriebsanlage und Leistungen

Zwei Maybach Mercedes-Benz Viertakt Schiffsdieselmotoren, Typ 871 um -1D, Ausführung Maybach. Je Motor 16 Zylinder in zwei Reihen, Ausführung in 8er V-Form, zwei Abgasturbolader, wassergekühlt, linksdrehend.

Leistung unter Normalbedingungen2000 PS = 1470 KW
Zusammen4000 PS = 2940 KW

Zwei dreiflügelige Verstellpropeller der FA. Escher-Wyss AG, Durchmesser je 1.82 m, zwei Ruder.

Geschwindigkeit nach Konstruktion16 sm/h
Geschwindigkeit max.17,8 sm/h
Brennstoffvorrat max.42 cbm
Brennstoffvorrat nach Umbau28 cbm
Fahrtstrecke1460 sm bei 15 sm/h
450 sm bei 17 sm/h Dauerfahrt

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Hilfsmaschinen und E-Versorgung

Fünf MWM 4-Takt-E-Dieselmotoren 3-Zylinder Reihe, Typ 518Dn/5, mit Gleichstromgenerator. Vier im "E-Werk" und einer mittig im "Mot-Raum".

Mechanische Leistungca.93 PS je Motor
Elektrische Leistung440 kWh

Zwei Feuerlöschpumpen (50m3/h und 100m3/h) für Feuerlöschstrang und Munitionsberieselung, auch als Sprühpumpe für die ABC-Abwehr (ca.100 mWS = ca.9.8 bar).

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Bewaffnung

Eine 40 mm Flak Bofors L/70 in Marineeinzellafette Breda 58.
Bootsartillerie OGR-7/2

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Ortungs und Führungsanlagen

Bei Indienststellung: Ein Radargerät Decca 978, seit den 1970er Jahren dafür ein Radargerät TRS-N.
Eine Waffenleit-Richtsäule und Anlage OGR 7.
Ein Decca-Navigator und ein Sichtfunkpeiler.
Nach Umbau: Einbau eines STN ATLAS DSQS 1 1 A Minemeidesonars.

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Ausrüstung

Zwei Buganker in Seitenklüsen. MES Anlage.
Ausrüstung als KM-Boot Klasse320:
Fünf Rettungsinseln und ein Schlauchboot. Eine Kabeltrommel, eine Leinenwinde und Räumgerät. Zwei Drekrähne mit je 2.2 t Tragkraft etwa mittschiffs, ein Drehkran von 0.5 t Tragkraft an  Bb-Seite und zwei Drehkräne mit je 0.6 t Tragkraft am Heck.
Scherdrachengerät SDG-21

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Besatzung

ca. 4 Offiziere
ca. 5  PUO
ca. 14  UO
ca. 20 Manschaftsdienstgrade

Die Aufteilung zu den jeweiligen Dienstgradgruppen unterlag einigen Schwankungen, so daß die Besatzungstärke zwischen 38 und 45 Mann lag.

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Baukosten

Gemäß Typenblat des  BWB : 6.5 Mio. DM je Boot.
Nach S.Breyer / G.Koop: rund 10 Mio. DM je Boot.
Bestandswert des Bootes Ende 1998 laut  BWB : 63.7 Mio. DM.

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Quelle: Bernd A. Thöner aus dem Buch "Paderborn M 1076" © unbekannt.
(Informationen teilweise erweitert und geändert)

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